Hellboy 14: Hellboy und die B.U.A.P. - 1952

 

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 1 (29. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch

 

Brasilien 1952: In einer portugiesischen Burg aus dem 16. Jahrhundert werden grausam zugerichtete Leichen entdeckt. Der junge Hellboy und einige B.U.A.P-Agenten reisen nach Lateinamerika und beginnen ihre Ermittlungen in diesem scheinbaren Routinefall. Doch was sie herausfinden, ist erschreckender als alles, was sie sich vorstellen konnten

TESTERGEBNIS – Meinung der P.I.S.A.: 5,5 von 6,0 PISA PUNKTE!! Diese Rezension bezieht sich auf Hellboy 14: Hellboy und die B.U.A.P. – 1952 aus der Kategorie Comics / Manga!!

Der 14. Band zu Hellboy scheint zuerst einmal etwas verwirrend. Auch wenn es sich hier um einen 14. Band handelt, ist er doch in sich abgeschlossen und beschreitet neue Wege in dem er im Jahre 1952 spielt und den ersten Einsatz von Hellboy in der BUAP schildert. Sogleich kommt es in Brasilien zu Vorkommnissen, die sich im Laufe der fünf enthaltenen Bände zu einer unheimlichen Bedrohung steigern und eine Überraschung parat haben, die es in sich hat. Die Handlung ist am Anfang etwas zäh und es gibt viel zu Lesen. So halt eben wenn es um den Einsatz von Hellboy geht und um die ganze Vorbereitung des Einsatzes. Im Laufe der Geschichte kommt aber das typische düstere Hellboy-Flair auf, das den Leser packt und bestens unterhält.

Die Zeichnungen in dem Band sind wunderbar und zeigen neben dem markanten eckigen Hellboy eine fast schon realistische Darstellung der Menschen und deren Umgebung. Die Farbgebung ist durch das Thema bedingt düster angelegt und so gibt es kaum helle Töne. Nur die Farbe Rot sticht immer hervor wenn Hellboy im Bild ist oder auch rotglühende Augen von Ungeheuern oder Ähnlichem. Der Band hat ein außergewöhnliches Format und liegt in etwas im DINA5-Format vor. Der feste Einband zeigt auf der Vorderseite eine Ansammlung von Motiven, die im Band vorkommen und somit eine Vorschau auf das, was einen erwartet. Passend zum Thema ist der Band ansonsten in Schwarz gehalten und zeigt auf der Rückseite ein Bild aus dem Band und eine kurze Inhaltsangabe.

Auf 144 Seiten bekommt man ein starkes Hellboy.-Abenteuer geboten, dass den Leser in der Zeit zurückversetzt und die Anfänge des jungen Hellboys bei der BUAP zeigt. Uns stören hier nur zwei Punkte: zum einem, dass der Anfang sich recht trocken gestaltet. Hier wäre eine bessere kurzweiligere Einleitung zum Einsatz besser gewesen. Zum anderen finden wir es schade, dass trotz der Eindeutigkeit, die Nazi-Symbole für die deutsche Ausgabe eindeutig verfremdet wurden, obwohl sie so auch klar zu erkennen sind. Wir finden ganz oder gar nicht und nicht so wie hier „wie gewollt und nicht gekonnt“. Deshalb ziehen wir einen halben Punkt ab. Alles in Allem ist der Band aber sehr unterhaltsam und auch für Neueinsteiger sehr zu empfehlen. Einfach Top!

2004 wurden die Comics mit Ron Perlman in der Rolle des Hellboy von Guillermo del Toro verfilmt. Der Film basiert größtenteils auf der ersten Miniserie Seed of Destruction.

Wie in der US-amerikanischen Comicszene üblich, hatte Hellboy natürlich auch Crossover mit anderen bekannten Figuren, wie Batman, Starman, Painkiller Jane und Ghost, Savage Dragon und Madman.

Am 24. Juni 2008 erschien auf dem nordamerikanischen Markt das Actionspiel Hellboy: The Science of Evil für die Xbox 360, die PlayStation 3 und PlayStation Portable. Es wurde von den Krome Studios entwickelt und wird von Konami Digital Entertainment, Inc. vertrieben.

Comicographie (Auszug)
(wenn nicht anders angegeben Text und Zeichnungen von Mike Mignola)
1993 San Diego Comic Con Comics # 2 (Text von John Byrne)
1994 Hellboy: Seed of Destruction (Text von John Byrne)
1995 Hellboy: The Chained Coffin
1996 Hellboy: Wake the Devil
2001 Hellboy: Conqueror Worm
2001 BPRD: Hollow Earth Teaser (Text von Mignola, Christopher Golden und Tom Sniegoski; Zeichnungen von Ryan Snook und Curtis Arnold)
2002 Hellboy: The Third Wish
2005 Hellboy: The Island

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Erscheinungsdatum:
23.06.2011
Hellboy-Universum
Geschichten aus dem Hellboy-Universum
von Fabio Moon, Gabriel Bá, Jason Shawn Alexander, Joshua Dysart, Mike Mignola
A5, Hardcover, vierfarbig, 608 Seiten, Preis: 50 €
ISBN 978-3-941248-00-7

2011 - 10 Jahre Cross Cult!

Zum 10jährigen Jubiläum von Cross Cult im Sommer 2011 spendiert das süddeutsche Comic-Label den deutschen Mignola-Fans und HELLBOY-Jüngern einen extradicken Sonderband mit vier Mini-Serien aus dem illustren, weit verzweigten und mittlerweile ganze Jahrzehnte überlappenden HELLBOY-Universum. Knapp 600 Seiten Lesefutter mit bislang auf Deutsch nie erschienenem Material, das das Hellboy-Universum im Wandel des 20. Jahrhunderts zeigt:

1937:
In "Lobster Johnson: Der Eiserne Prometheus" erzählen Mike Mignola und Zeichner Jason Armstrong von einem der verbissensten Einsätze des aus HELLBOY und B.U.A.P. bekannten Pulp-Superhelden Lobster Johnson. 1937, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs: Der versuchte Diebstahl eines experimentellen Kampfanzugs führt die "Schere der Gerechtigkeit" auf die Spuren einer Organisation von Nazi-Spionen und einem geheimnisvollen und mächtigen Kultführer namens "Memnan Saa". "Der Eiserne Prometheus" ist nicht nur die erste eigene Mini-Serie des beliebten, wortkargen Vigilanten, sondern auch eine Art Prolog zu der BUAP-Trilogie "Verbrannte Erde", in der Lobsters Erscheinung die BUAP-Agenten auf die Spur des selbst ernannten Weltenretters Memnan Saa führt.

"Lobster Johnson: Der Eiserne Prometheus"
von Mike Mignola und Jason Armstrong
144 Seiten

1946:
Knapp 10 Jahre und unzählige Millionen Tote später ist der Vernichtungskrieg der Nazis vorbei. In den Trümmern Deutschlands formt sich bereits der nächste globale Konflikt, der Kalte Krieg. Mittendrin der Hellboy-Ziehvater und Experte für Okkultismus Trevor Bruttenholm. Im besetzten Berlin suchen er und sein Assistent im Auftrag der US-Regierung zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Army-Truppe nach Überresten von übernatürlichen Nazi-Experimenten. Aber auch die Sowjetunion hat eine Okkultismus-Beauftragte entsandt, um nach Hitlers dämonischen Vermächtnissen zu suchen. Als Bruttenholm über ein ehemaliges Weltvernichtsprojekt mit dem Namen "Vampir-Sturm" stolpert, entbrennt ein Wettrennen zwischen ihm und seiner sowjetischen Kollegin ... "B.U.A.P: 1946" von Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta zeigt uns zum ersten Mal mehr von Prof. "Broom" Bruttenholm, dem Gründer und langjährigen Leiter der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

"B.U.A.P.: 1946"
von Mike Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta
144 Seiten

1947:
Wieder zurück in den USA ist Prof. Bruttenholm mit dem Aufbau der B.U.A.P. und der Erziehung seines kleinen Satansbratens Hellboy beschäftigt. Eine Serie grausamer Morde an ehemaligen Nazigrößen und Wehrmachtskriegsgefangenen alarmiert den Okkultismusforscher. Ein Trupp Ex-G.I.s, an denen der Krieg nicht spurlos vorübergezogen ist, soll im Auftrag der B.U.A.P. in Frankreich dem Drahtzieher der blutigen Anschläge aufspüren. Eine Spur führt sie zu einem verfallenen Anwesen, um das sich Legenden über Vampire, Hexen-Sabbathe und Blutopfer ranken. Die Autoren Mike Mignola und Joshua Dysart haben für die zweite Reise in die Vergangenheit der übernatürlichsten Behörde der Welt, "B.U.A.P.: 1947", zwei Ausnahmetalente als Zeichner verpflichtet: die Zwillingsbrüder Fabio Moon und Gabriel Bá. Letzterer dürfte den Cross-Cult-Lesern bereits aus Gerard Ways "The Umbrella Academy" bekannt sein.

"B.U.A.P.: 1947"
von Mike Mignola, Joshua Dysart, Gabriel Bá und Fabio Moon
144 Seiten

1981:
Ende des 19. Jahrhunderts hat der paranormale Ermittler Edward Grey vor der Küste von San Sebastian einen mächtigen Magier besiegt und ihn und seine Besatzung auf dem Grund des Ozeans begraben. Knapp hundert Jahre später wird der Fischmensch Abe Sapien, neuester Zugang bei der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen und späterer Hellboy-Partner, auf seine erste Mission geschickt: Er soll die Überreste des Magiers aus dem versunkenen Wrack bergen. Aber Abe ist noch ein Anfänger in dem Spiel und begeht einen tödlichen Fehler ... "Abe Sapien: Ertrinken" ist ein packendes Horror-Mär, mit einem Protagonisten, der im wahrsten Sinne des Wortes feucht hinter den Ohren ist und eine der schlimmsten Lektionen seines Lebens lernen muss ...

"Abe Sapien: Ertrinken"
von Mike Mignola und Jason Shawn Alexander
144 Seiten

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Erscheinungsdatum: 14.01.2002
Hellboy 1 - 11
von Mike Mignola und Andere
A5, Hardcover, SW, 144 Seiten,
Preis: 18,00 € - 22,00 €
ISBN 978-3-936480-08-5

Bild von Band 1

Die Vorlage für den Hellboy-Kinofilm! Der Vorweihnachtsabend 1944. Auf einer schottischen Insel vollzieht ein Magier im Auftrag der Nationalsozialisten ein düsteres Ritual mit dem Ziel, die drohende Kriegsniederlage durch ein Bündnis mit den Mächten der Finsternis im letzten Moment abzuwenden. Ein glücklicher Zufall will es, dass der heraufbeschworene Abgesandte der Hölle jedoch in den Händen der Alliierten landet: Hellboy. Ein halbes Jahrhundert später trifft Hellboy, inzwischen Ermittler einer Sondereinheit gegen paranormale Bedrohungen, erneut auf den Mann, der ihn einst rief und der ihn nun endgültig für seine apokalyptischen Pläne einsetzen will... Hellboy Band 1 enthält die US-Miniserie "Seed of Destruction" und zwei frühe Hellboy Kurzgeschichten. Außerdem Pin-Ups von US-Künstlern und den deutschen Zeichnern Isabel Kreitz, Eckart Breitschuh, Sascha Thau und Martin Frei. Dazu ausführliche Artikel über Hellboy und Mignolas bisherige Veröffentlichungen. Vorwort von Robert Bloch.

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Mike Mignola Zeichner, Autor

Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der BATMAN-Geschichte GOTHAM BY GASLIGHT, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel. Mignolas Suche nach einer Figur, die seine Vorliebe für Horror- und Mystery optimal transportiert, mündete 1993 schließlich seiner Kreation HELLBOY.

Mit dem Furcht einflößendem Abgesandten der Hölle, der unter Menschen aufwuchs und nun im Dienst einer Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene im Einsatz ist, konnte Mignola alle Register seine Könnens ziehen: Hellboy macht ebenso eine gute Figur in kurzen Adaptionen von Legenden, Mythen und Volksmärchen, wie in Horrorepen vom Schlage eines H. P. Lovecraft. Ob Werwölfe, Vampire, Goblins, kosmische Riesenwürmer oder aberwitzige Pulp-Nazis, der um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geisterjäger prügelt sie allesamt in die Hölle zurück. Seine Storys um den dämonischen Helden und seine freakigen Mitstreiter bestechen durch wohl kalkulierte Spannung zwischen Humor und Horror, Action und Nervenkitzel, Pathos und Selbstironie. Mignolas einzigartiger, reduzierter Zeichenstil erzeugt eine perfekte Balance zwischen Zeigen, Andeuten und Aussparen.

Der Betrachter ist gezwungen, die Freiräume durch die eigene Fantasie zu ergänzen - eine Vorgehensweise, die mehr Grusel generiert als jeder explizite Splatter-Horror. Im Zusammenspiel mit einer düsteren, dem expressionistischen Stummfilm angelehnten Grundatmosphäre wird HELLBOY zu einer unheimlichen Ausnahmeerscheinung unter den modernen Horrorcomics. Mignolas Mystery-Horror-Krimi-Mix schlug ein wie eine Bombe: Die in loser Folge vorgelegten HELLBOY-Comics riefen bei den Lesern und Kritikern Begeisterung hervor und füllen bis heute fünf Sammelbände, die in zahlreichen Übersetzungen vorliegen.

Über die Jahre entstanden darüber hinaus eine Reihe von HELLBOY-Romanen, Rollenspiele, Merchandising-Produkte und schließlich ein HELLBOY-Film unter der Regie Guillermo del Torro (PANS LABYRINTH), der 2008 ein Sequel erhält. Mignolas Talente blieben auch Hollywood nicht lange verborgen. Neben seiner Arbeit an Francis Ford Coppolas DRACULA trägt auch die zeichnerische Umsetzung des Disney-Abenteuers »Atlantis« mehr als augenscheinlich Mignolas Handschrift, und er selbst steuerte zu diesem Film ebenso Designs und Storyboards bei, wie für BLADE 2 und die Leinwandfassung seines Helden HELLBOY. Für 2004 hat Mignola allerdings angekündigt, sich nun wieder dem zuzuwenden, was ihm den meisten Spaß bereitet: Seinen Comics.

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10 Fragen Interview

mit Autor Kai Hirdt

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